Singen setzt Zeichen für Kinder: Neue Kelly-Insel am Heinrich-Weber-Platz eröffnet

Singen setzt Zeichen für Kinder: Neue Kelly-Insel am Heinrich-Weber-Platz eröffnet

 Singen macht sich weiter stark für den Kinderschutz und den Schutz älterer Menschen: Am Heinrich-Weber-Platz wurde jetzt eine neue Kelly-Insel bei der AWO eröffnet. Mit dem blauen Plakat an der Tür signalisiert die Einrichtung: Hier finden Kinder und Senioren im Notfall Hilfe und einen sicheren Ort.

Was ist eine Kelly-Insel?

Die neue Kelly-Insel ist Teil des erfolgreichen landesweiten Projekts, das Kindern und Senioren in Bedrängnis schnelle und unkomplizierte Hilfe bietet – sei es auf dem Schulweg, in einer ungewohnten Situation oder bei einem akuten Notfall. Auch in Singen wächst das Netzwerk weiter: Immer mehr Geschäfte, Praxen, öffentliche Einrichtungen und Institutionen beteiligen sich und setzen damit ein klares Zeichen für Zivilcourage und Kinderschutz. Kelly-Inseln sind öffentliche Anlaufstellen für Kinder und Senioren, die Hilfe brauchen – zum Beispiel, wenn sie sich verlaufen haben, sich bedroht fühlen, sich unwohl oder unsicher fühlen. Sie erkennen diese Orte an einem gut sichtbaren blauen Plakat mit dem Kelly-Insel-Logo (weiß-rote Polizeikelle auf einer Insel), meist an Eingangstüren oder Schaufenstern.

Wie helfen Kelly-Inseln konkret?

Dort können Kinder und Senioren klingeln oder hereinkommen und Erwachsene um Hilfe bitten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kelly-Inseln helfen dann weiter:

Sie rufen bei den Eltern oder der Schule an, bieten einen sicheren Ort zum Warten, oder holen bei Bedarf weitere Hilfe (z. B. Polizei oder Rettungsdienst).

Man stelle Sie sich vor, ein Kind steht aufgelöst auf dem Gehweg, weil es den Heimweg vergessen hat oder von anderen Kindern geärgert wurde. Eine Kelly-Insel ist wie ein „Schutzraum im Alltag“ – so wie früher ein Tante-Emma-Laden, bei dem man wusste: „Hier wird mir geholfen.“

Mit dem Beitritt der AWO am Heinrich-Weber-Platz zeigt die Stadt, wie wichtig gegenseitige Verantwortung ist. Die Mitarbeitenden der AWO bieten Kindern und Senioren nicht nur einen sicheren Ort, sondern auch ein offenes Ohr und schnelle Hilfe.

Jetzt mitmachen – Kelly-Insel werden!

Die Singener Kriminalprävention (SKP) lädt weitere Einrichtungen, Läden, Arztpraxen, Apotheken und Organisationen herzlich ein, sich dem Netzwerk der Kelly-Inseln anzuschließen. „Jeder, der regelmäßig geöffnet hat und bereit ist, Kindern im Notfall zu helfen, kann mitmachen – ganz einfach und mit großer Wirkung. Nur Privatpersonen können keine Kelly-Insel werden, erklärt Marcel Da Rin von der SKP.

Informationen zur Teilnahme erteilt die Singener Kriminalprävention unter Telefon: 07731/85-544 oder per Mail: skp@singen.de

Weitere Infos: https://www.singen.de/leben/miteinander/kriminalpraevention/kelly-inseln

 

Foto:

Marcel Da Rin, der Leiter der Singener Kriminalprävention (ganz rechts) überreicht Agnes Hügle (Zweite von rechts: Netzwerkkoordination ElternChanceN) von der AWO das Kelly-Insel-Zertifikat. Das wird ab sofort bei der AWO am Heinrich-Weber-Platz hängen! (Ganz links) Liliana Durnea (AWO Elternbegleiterin, Schul-Einstieg: Elternbegleitung im Übergang). (Zweite von links) Regina Brütsch (Geschäftsführung AWO)

 

 

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