Drogen- und Suchtprävention bedeutet mehr als Verbote. Es geht darum, frühzeitig zu informieren, Risiken verständlich zu machen und junge Menschen darin zu stärken, selbstbewusste und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.
Die Singener Kriminalprävention setzt deshalb auf unterschiedliche Präventionsangebote – von Workshops und persönlichen Erfahrungsberichten über Informationskampagnen bis hin zur Zusammenarbeit mit regionalen Beratungsstellen und Präventionsnetzwerken.
Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Alkohol, Cannabis und andere Suchtmittel sowie die Frage: Wie können wir junge Menschen erreichen, bevor aus Konsum ein Problem wird?
Mit der Kampagne rund um SlowMo möchte die Singener Kriminalprävention insbesondere junge Menschen für die Risiken des Cannabiskonsums sensibilisieren.
Die auffälligen Plakat- und Postkartenmotive greifen direkte Fragen auf:
Die Kampagne informiert dabei nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern möchte neugierig machen und zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten anregen.
Gerade für Jugendliche können mit Cannabiskonsum besondere Risiken verbunden sein, da sich das Gehirn noch in der Entwicklung befindet.
Cannabiskonsum kann außerdem mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen, verpassten Verpflichtungen und zwischenmenschlichen Problemen einhergehen.
Auch die Wirkung selbst ist nicht immer vorhersehbar: Je nach Person, Stimmung und Situation können unter anderem Angstzustände, Verwirrtheit, Wahnvorstellungen oder Halluzinationen auftreten.
Die SlowMo-Kampagne verweist gezielt auf drugcom.de.
Das Informations- und Beratungsangebot bietet fundierte Informationen zu legalen und illegalen Drogen und unterstützt dabei, das eigene Konsumverhalten kritisch zu reflektieren.
Neben Informationen stehen dort auch Beratungsangebote für Menschen zur Verfügung, die Fragen zum eigenen Konsum oder zum Konsum anderer haben.
Alkohol gehört für viele Menschen zum Feiern dazu. Gleichzeitig kann übermäßiger Konsum schnell zu Situationen führen, die nicht mehr kontrollierbar sind.
Mit unterschiedlichen Kampagnen macht die Singener Kriminalprävention deshalb auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol aufmerksam.
Die Botschaft:
Feiern ja – aber nicht bis der Arzt kommt.
Gerade bei Veranstaltungen, Fasnacht und Partys soll deutlich werden, dass Alkohol kein harmloses Nebenprodukt des Feierns ist und ein bewusster Umgang mit Alkohol auch bedeutet, Grenzen zu kennen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen beim Verkauf und Ausschank von Alkohol.
Die Kampagne „Ich schau hin!“ richtet sich insbesondere an Handel, Gastronomie und Veranstalter und erinnert daran, die gesetzlichen Altersgrenzen beim Alkoholverkauf konsequent einzuhalten.
Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Verantwortung:
Hinschauen statt wegsehen. Jugendschutz aktiv leben.
Hier das gelbe „Ich schau hin!“-Motiv integrieren.
Ein Lebensbericht, der im Gedächtnis bleibt
Max Maier spricht in seinen Workshops offen über seine eigene Geschichte und seine Erfahrungen mit schwerer Drogensucht.
Die Workshops richten sich an:
Dabei geht es nicht um abstrakte Theorie. Max Maier berichtet authentisch über den Einstieg in den Drogenkonsum, die Auswirkungen der Sucht und den schwierigen Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.
Seit 2014 besucht er in Kooperation mit der Singener Kriminalprävention und der Suchtberatungsstelle Schulen und Betriebe.
Ziel ist es, Mechanismen des Einstiegs in den Drogenkonsum verständlich zu machen, falsche Vorstellungen über Drogen zu hinterfragen und Jugendlichen einen realistischen Blick auf mögliche Folgen zu ermöglichen.
Die Singener Präventionsarbeit ist Teil eines größeren regionalen Netzwerks.
b.free ist ein Präventionsnetzwerk für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Landkreis Konstanz. Im Mittelpunkt steht ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol, Cannabis und Medien.
Das Netzwerk wurde 2005 von den Rotary-Clubs Singen und Radolfzell-Hegau initiiert und hat sich seitdem zu einem breit aufgestellten Netzwerk aus Prävention, Jugendarbeit, Schulen, Beratung und weiteren Partnern entwickelt.
b.free verfolgt dabei bewusst einen Ansatz auf Augenhöhe:
Das Netzwerk arbeitet heute als Public-Private-Partnership zwischen dem Landkreis Konstanz und sieben Rotary Clubs.
Neben Präventionsprojekten bietet b.free unter anderem Schulworkshops, Veranstaltungen, Aktionen und Informationsangebote. Regionale Beratungsstellen und Unterstützungsangebote werden ebenfalls gebündelt zugänglich gemacht.
Suchtprobleme müssen nicht allein bewältigt werden.
Wer sich Sorgen um den eigenen Konsum macht, Fragen zum Konsum einer anderen Person hat oder professionelle Unterstützung benötigt, kann sich an Beratungsstellen in der Region wenden.
b.free bündelt unter anderem Kontakte zu:
Auch die Singener Kriminalprävention unterstützt bei Fragen zur Prävention und vermittelt bei Bedarf an geeignete Ansprechpartner.
Kontakt Singener Kriminalprävention:
skp@singen.de
Erfolgreiche Drogenprävention funktioniert nur gemeinsam.
Eltern, Schulen, Jugendarbeit, Beratungsstellen, Vereine, Polizei, Handel, Gastronomie und die Gesellschaft insgesamt können dazu beitragen, Jugendliche zu stärken und Risiken frühzeitig sichtbar zu machen.
Unser Ziel ist nicht, Angst zu machen.
Unser Ziel ist, zu informieren, hinzuschauen und jungen Menschen die Stärke zu geben, eigene gute Entscheidungen zu treffen.
Hier stellen wir verschiedenen Präventionsmaterialien gebündelt zur Verfügung:
Die Präventionsarbeit beschäftigt sich unter anderem mit Alkohol, Cannabis und anderen Suchtmitteln. Ziel ist es, Risiken frühzeitig sichtbar zu machen und insbesondere junge Menschen bei verantwortungsvollen Entscheidungen zu unterstützen.
Die Angebote richten sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene. Je nach Projekt werden außerdem Schulen, Ausbildungsbetriebe, Eltern, Vereine, Handel, Gastronomie und andere Einrichtungen angesprochen.
Ja. Dazu gehören unter anderem Workshops und Informationsangebote. Die Workshops mit Max Maier richten sich beispielsweise an Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 8 sowie an Auszubildende und junge Erwachsene.
Die SlowMo-Kampagne verweist auf drugcom.de. Dort stehen Informationen und Beratungsangebote zu Cannabis sowie weiteren legalen und illegalen Drogen zur Verfügung.
b.free ist ein regionales Präventionsnetzwerk für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Es informiert und sensibilisiert zu Alkohol, Cannabis und Medien und bietet Workshops, Aktionen sowie Unterstützungsangebote.
In der Region gibt es unterschiedliche professionelle Beratungsangebote. Dazu gehören unter anderem die Fachstelle Sucht und die Drogenberatung in Singen. Auch b.free stellt einen Überblick über regionale und digitale Hilfsangebote bereit.
Für Fragen zu Kampagnenmaterialien oder Präventionsangeboten kann die Singener Kriminalprävention direkt kontaktiert werden.