Nachbericht:

Rund 60 Besucherinnen folgten am 27. April 2026 der Einladung zur Informationsveranstaltung „Künstliche Intelligenz – Was heute möglich ist und wie wir uns schützen können“ im Bürgersaal des Rathauses Singen. Veranstaltet wurde der Abend von der Singener Kriminalprävention (SKP).

Referent Mark Bottke (mb-trainings) beleuchtete in seinem Vortrag die rasante Entwicklung von KI-Systemen und deren zunehmende Bedeutung im Alltag. Weltweit werden inzwischen mehrere Milliarden Anfragen täglich an sogenannte Large Language Models gestellt – ein deutliches Zeichen für die dynamische Verbreitung dieser Technologien.

Im Fokus der Veranstaltung standen neben den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten vor allem auch die Risiken. Anschaulich wurde aufgezeigt, wie KI bereits heute in Bereichen wie Kommunikation, Organisation und Bildung eingesetzt werden kann. Gleichzeitig wurde deutlich, dass neue Technologien auch neue Herausforderungen mit sich bringen.

Ein zentrales Thema war die steigende Gefahr durch Cyberkriminalität. Anhand konkreter Beispiele wurde erläutert, wie täuschend echt Phishing-Mails oder gefälschte Login-Seiten inzwischen gestaltet werden können. Auch aktuelle Entwicklungen wie automatisierte Betrugswerkzeuge verdeutlichen, wie wichtig ein kritischer und informierter Umgang mit digitalen Inhalten ist.

Besondere Aufmerksamkeit erhielten zudem KI-generierte Bilder und Videos. Diese können inzwischen so realistisch wirken, dass echte und künstliche Inhalte kaum noch zu unterscheiden sind. Damit verbunden sind Risiken wie Desinformation, Betrug oder auch persönliche Betroffenheit durch manipulierte Inhalte. Die Teilnehmenden erhielten hierzu praxisnahe Hinweise, wie sie sich schützen und Inhalte besser einordnen können.

Neben den Gefahren wurden auch Chancen aufgezeigt: KI kann Arbeitsprozesse erleichtern, Kommunikation verbessern und beim Lernen unterstützen. Voraussetzung dafür ist jedoch ein bewusster, reflektierter Einsatz sowie grundlegende Kenntnisse über Funktionsweise und Grenzen der Systeme.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sensibilisierung für typische Schwächen von KI, wie sogenannte „Halluzinationen“ (fehlerhafte Inhalte), scheinbare Kompetenz oder die Tendenz, bestehende Annahmen zu bestätigen. Der Referent betonte die Bedeutung einer kritischen Prüfung von KI-generierten Ergebnissen.

Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und bot den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, sich umfassend über ein Thema zu informieren, das zunehmend alle Lebensbereiche betrifft.

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und durch die Singener Kriminalprävention (SKP) unterstützt.